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[Hefte 1-6] 2. Heft: Hökerinnen

Full text: [Hefte 1-6]

4Witz �ber ihre schnellbewegliche Lippen schl�pft, und
den Uneingeweihten, der, erstaunt �ber die merk-
w�rdige Combination ihrer Gedanken, aufmerksam
lauscht, vielleicht glauben macht, sie h�tten sich auf
diese �ffentlichen Reden vorbereitet. Aber nein! �der
Augenblick ist ihrer Schimpfe Gott!" und ihr
Zorn allein ist der geschickte Souffleur, der ihnen
all' die herrlichen Sentenzen einst��t, welche einen
so unausl�schlichen Eindruck auf die Zuh�rer machen.
Zu leugnen ist freilich nicht, da� sich ihre Phantasie
h�ufig in das weite Gebiet des Nieder� und Gemei-
nen schwingt, und von ihrem Pegasus mit Recht
die beiden ersten Sylben zu streichen w�ren,
�
aber
dem Reinen ist alles rein, und jedes Individuum
bewegt sich in der Sph�re am leichtesten, in welcher
es geboren ist.
Die Kleidung dieser Beredsamen ist reinlich. Sie
betrachten^ wie viele Gelehrte, die Welt als eine Re-
doute und gehen als B�uerin �ber den Markt dieses
Lebens. Doch liegt hier nicht etwa ein Grundsatz
des gro�en Philosophen Diogenes dahinter: so we-
nig Bed�rfnisse wie m�glich zu haben, sondern es
geschieht aus einer weniger edlen Absicht: aus pecu-
niirem Interesse, und dieses ist in der jetzigen Zeit
leider eine allgemeine geworden.
�
Da sie wohl
wissen, da� die einkaufenden B�rgerfrauen und de-
ren M�dchen f�r Alles mehr Vertrauen zu B�ue-
rinnen als H�kerinnen haben, so ahmen sie denen in
        
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