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[Hefte 1-6] 5. Heft: Berliner Fuhrleute

Full text: [Hefte 1-6]

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ick neulich, weil meine Schwester selije jestorben war,
an meinen Bruder nach K�nigsberg schreiben, un
ick hatte nat�rlich keen Velinpapier, un so koste mir
der Brief so ville, det ick beinah 3 Dage mit meine
Familie davon h�tte leben k�nnen. Det is nieder-
trachtig !
Breet. Ja, wer kann davor? Ick nich.
Sterke. Ick ooch nich, aber de Minister
k�nnen davor, un mit die m��te man en Wort
deutsch reden k�nnen! Denn det jloob' ick, die en-
sinden det nich.' Die jeht et jut, die haben keenen
Bejriff von det Elend, wo se mittendrinn Minister
sind. Die jeden blos immer Iesetze un Iesetze, det
h�rt jar nich uf, un verbieten un verbitten; aber ob
det Volk wat zu knabbern hat, det is ihnen Wurscht.
Denn sonst m��te det langst andersch sind, wenn st
so sehr sorgten, wie se immer sagen. Bei jeder
Ielegenheit hee�t et: Det jl�ckliche Volk un Heil
Dir un Hallelujah! Ja Prostemahlzeit! Kuchen
sind wir, aber nich jl�cklichl Ick spucke wat in
alle Weisheit un Inade, so lange die Hunde von
den adeljen Herrn vorne bei uns in't Haus besser
zu fressen kriejen, als meine Kinder un ick un meine
Frau.
Breet. Ja, �ber die ville Weisheit, die se
immer in de Zeitungen consemiren, da lacht ja schon
Jeder dr�ber, der nich jrade weent. So dumm sind
        
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