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[Hefte 1-6] 5. Heft: Berliner Fuhrleute

Full text: [Hefte 1-6]

8doch billige Anspr�che f�r einen au�erordentlich billi-
gen Preis, und haben den gro�en Vorzug vor ihren
s�ddeutschen Collegen, da� Derjenige, welcher statt
der eigenen zwei, vier oder acht fremde F��e be-
nutzen will, nicht erst zu feilschen braucht. Die
treffliche Berliner Polizei hat den Fiakern eine Taxe
geseht, welche sie nie �berschreiten d�rfen, ihnen mit-
hin jede Willk�hr abschneidet, und den Fremden
der oft so unangenehmen Begegnungen mit solchen
ungebildeten Leuten �berhebt.
Eben durch diesen geringen Verkehr mit dem
Publikum, und theils durch ihre Jugend als spe-
cieller Stand, entbehren die Berliner Fiaker aller
Eigenth�mlichkeit. Sie sind nicht fr�hlich, nicht
traurig, nicht besonders Hostich, nicht besonders grob,
nicht roh und nicht polirt, nicht so dumm, da� sie
sich foppen lie�en
�
das thut kein einzelner Ber-
liner!
�
und nicht so gewitzt, da� sie Andere foppen
k�nntm. Sie haben ihren bestimmten Lohn, ihre
bestimmte Zeit, ihre bestimmte Frau oder Liebste,
und rechnen so bestimmt auf einen monatlichen Ueber-
schu� durch Trinkgelder und durch ihr schlechtes Ge-
d�chtni�, welches sie zuweilen die Marke an den
Passagier zu geben vers�umen l��t, da� sie kaum
eine heitere Miene zeigen, geschweige sich lebhaft be-
danken, wmn man ihnen statt der gesetzlichen f�nf
Silbergroschen noch einen liberalen sechsten in die
        
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