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[Hefte 1-6] 5. Heft: Berliner Fuhrleute

Full text: [Hefte 1-6]

6�MeinWagen is schon janz voll! Iehm Se da
hinten hin nach den S ch imm el, det iS mein Vater !"
Und so weiter, und so weiter, lassen sich ein
paar Personen in ihrer N�he sehen, so umzingeln sie
dieselben und offeriren ungest�m ihre schlechten Wagen ;
ist dies aber nicht der Fall, so trinken sie zusammen
oder setzen sich in einen ihrer Rippenbrecher und spielen
Karten. Dabei fallen nat�rlicherweise Streitigkeiten
vor, die aber bald durch Faustschl�ge und andere
Real-Injurien wieder beseitigt werden.
Mit ihren Pferden, im Milit�rdienst grau ge-
worden und bei den Auktionen auf dem Opernplahe
f�r ein Billiges erstanden, gehen sie mehr als un-
menschlich um. Man sieht nicht selten einen Wagen,
in welchem 12 Personen sitzen, von solch einem un-
gl�cklichen Thiere gezogen, dem die Rippen �ber
eine halbe Elle hervorstehen. Damit jagen sie nun
hinaus und zur�ck, futtern ihre Pferde hom�opathisch
und trinken daf�r allopathisch Branntwein. Abends,
nach vollbrachtem Tagewerke, gehm sie in gemeine
H�user und bringen ihren Verdienst durch.
Ihr Lieblingslied ist :
Branntwein drinkcn, Schaafkopp spielen,
Det is mein Plaisir
Uf de Wagrns hier.
Hexel fressen, Wassrr soofen
Mu� mein Pfcrd, un d�chtig loofen:
        
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