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[Hefte 1-6] 3. Heft: Berliner Holzhauer und Beschreibung des Stralower Fischzuges

Full text: [Hefte 1-6]

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wig! Was? Du bist mit eener Andern hier? Du
bist mit Ieheim
-
Sekert�rsch Riete hier? O Du
schlechter Mensch, Deine D�rthe verschm�hst Du
und treibst Dir mit solchen Rieken- Racker rum?"
�War?" s�ngt hier mit gerechtem Zorne die von
Geheim- Sekretairs f�r Alles Gemiethete an: �War,
ich bin een Racker? Son Karnickel willmir Mei-
nen abspenstig machen? Warte!" Mit diesen
Worten f�hrt sie der ihr muthig entgegenkommenden
Kollegin in die Haare, und mit einem Griff liegt
der Babylonische Thurm der Wiener Seiden-Locken
zertr�mmert auf der Erde. Diese aber wehrt sich,
ein zweiter Marius auf den Ruinen Carthago's, und
streicht ihr so z�rtlich �ber die purpurrothen Wan-
gen, da� man beinahe der Meinung wurde, sie
h�tte die Finger darauf liegen lassen. So k�mpfen
Beide, Liebe und Verzweiflung in der Brust; schon
h�ngen die Haare wirr vom Kopfe herab, schon sin-
ken ermattet die Glieder, da f�hrt pl�tzlich ein gro-
�er Gedanke durch den Kopf des BartvertilgerS.
Er, der bls dahin ruhig den Kriegerinnen zuge-
schaut hatte, er tritt jetzt mit hochgehobener Brahel
zwischen sie, und mit W�rde und Ernst spricht er
folgende Worte: �Dirthe und Rieke! Ihr streitet
Euch um meinen Besitz; diese Pr�tzel hat mir das
Schicksal zugesendet, um Euren Zwist zu enden. Ihr
seht mich staunend an, Ihr fragt, wie des m�glich
        
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