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[Hefte 1-6] 3. Heft: Berliner Holzhauer und Beschreibung des Stralower Fischzuges

Full text: [Hefte 1-6]

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�L�mmel!" ja! es befreit sich sogar ein �Ochse"
aus dem zarten Munde einer aufgedonnerten
Kochin, deren Arm von einem vor�berfliegenden
Barbiere unsanft touchirt wurde. Aber das perpe-
tuum mobile la�t diese Schmeichelei unbeachtet,
ohne sich umzusehen dr�ngt er sich durch die Zahl
der Gaste, die wallend str�men zu dem Vilkerfeste,
denn seine D�rthe, seine innig geliebte D�rthe hatte
die Zeit nicht erwarten k�nnen, bis er den letzten
Strich mit dem Rasirmesser vollendet hatte; wild
rollen seine Augen im Kopfe, sie, die Angebetete be-
gehrend, aber so viel er auch sp�het und blicket, und
die Stimme, die rufende schicket
�
keine Dirthe,
soweit das Auge reicht! Da wird er eine andere,
ohne einen z�rtlichen Begleiter Dahineilende gewahr.
Die allumfassende Liebe eines Bartvertilgers in der
Brust, vergi�t er D�rthen, und ergreift schnell diese
andere Jungfrau, wes Namens sie auch sei, und mit
einem tiefempfundenen Handedruck sind zwei Seelen
vereint, die sich im Laufe des vier und zwanzigsten
August's nie wieder trennen werden.
Unter Toben und Schreien, unter L�rmen und
Singen, Jubeln und Springen, erreicht man end-
lich das Stralower Thor, und schnell ver�ndert sich
die Scene.
F�r das Auge ist Genu�,
Hier f�rwahr im Ueberfiu�,
Denn so weit es auch nur schaut,
3*
        
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