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[Hefte 1-6] 1. Heft: Eckensteher

Full text: [Hefte 1-6]

8mit einer stolzen Beule, die sich an ihrem Kopfe
breit macht.
�
Hat nichts Veranlassung zu Streit
gegeben, so nimmt irgend Einer das unschuldigste
Wort �bel und r�cht sich zuv�rderst durch einen:
�Ochse! Esel!" oder sonst durch andere Benennun-
gen aus dem weiten Kreise des Thierreiches gegrif-
fen. Dieser, die Ehre eines Eckenstehers im Leibe
und emp�rt �ber das Verkennen seiner Pers�nlich-
keit, erwiedert den Gru� des Gegners auf dieselbe
Weise, tr�gt aber wo m�glich noch etwas st�rker
auf.
�
Haben sie endlich das m�chtige Reich der
Verbal -Injurien ersch�pft, so gehen sie zu den Real-
Injurien �ber, die insogenannten Kahenk�pfen, Maul-
schellen, Ohrfeigen, Knuffen, Bussen oder �hnlichen
Variationen �ber das Thema: �Hiebe" bestehen.
Aber sie sollen Nicht die Einzigen sein, die genie�en!
Die Fackel der Zwietracht ist einmal in die durch den
Spiritus leicht entz�ndbaren Gem�ther geworfen,
und das Feuer greift um sich. Dieser geht zu jener Par-
thei �ber, jener zu dieser
�
und nun geht's los!
Sticke werden aus allen Winkeln gesucht; unschul-
dige Dinge, die nie einen solchen Beruf geahnt ha-
ben, werden zu Waffen gestempelt; aus den Sche-
meln werden die Beine gerissen, und was irgend nur
Faust hei�t, f�llt auf irgend einen Theil des neben-
menschlichen K�rpers derma�en nieder, da� verschie-
dene Oeffnungen entstehen, welche das erhitzte Blut
auf die theilnahmlosen Kleider abk�hlen lassen.
        
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