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Full text: Band

48
getrunken war, l�schte die Haussrau aus Versehen
das Licht aus und ging in die K�che, um es wie-
der anzuz�nden. Es war stockfinster; der arme Can-
didat, vor dem die Flasche mit demjenigen Na�
stand, von welchem er so selten in seinem Leben zu
kosten bekam, ergriff dieselbe, pfropfte sie behutsam
auf, nahm einen t�chtigen Schluck und stellte sie
leise wieder hin. Kurz darauf trat die Hausfrau
mit dem Lichte herein; Alle erstaunten und der
Candidat erbla�te. Er hatte die Flasche mitten
in die Reisspeise gestellt! Sogleich stand
er auf, nahm seinen Hut, und sagte mit halb freund-
licher, halb wehnmthiger Stimme: �Ich empfehlt
mich Ihnen gehorsamst!"
3.
Die K�mmel-Spekulation.
Zwei Eckensteher sa�en zusammen auf der Treppe
eines Eckhauses und sprachen von Diesem und Je-
nem. �H�r'mal Du", sagte der Eine, �ick habe mir
det schonst lange �berlegt, wirm�ssen malusn leichte
Weise en paar Iroschen verdienen; det Dragen jreift
zu sehr an, un man hat weiter keen VerjniM da-
von. Wee�te wat, wir wollen mal mit Schnaps
spekeliren. Ueber acht Dage is det Mottenfest in
Lichtenberch, bis dahin sparen wir uns achtzehn
Iroschen un kooftn vor'n Dhaler en kleen T�nneken
        
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