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Full text: Band

22
Eine ganz kleine Novelle.
Der Rentier Puse, ein Mann in den Vier-
zigern, von kleiner Statur, sehr dumm und ha߫
lich, gedenkt sein Wittwer-Leben zu beschlie�en, und
l��t folgendes Heiraths-Gesuch in die hiesigen Zei<
tnngen r�cken:
�Einnicht ganz unbemittelter Mann in den besten
Jahren sucht eine Lebensgef�hrtin zur Ehe, die
wo m�glich auch Mittel hat. Au stillen Lauf
gew�hnt, fehlt es ihm an Ausbreitung seiner Be-
kannten und daher Einschlagung dieses Weges,
unter der besten Diskretion. Adressen unter 0. >V.
nimmt das Int.-Comtoir an."
Schon am n�chsten Tage findet Herr Puse
eine Adresse, welche ihm das Gl�ck seines Lebens
bringen soll; er nimmt deshalb eine Droschke und
f�hrt bezeichneterma�en nach der �Padden- Gaffe
No. 79, zur Wittwe Pinkert." Er findet diese
Ehestands-Kandidatin auf dem Hofe mit Aufh�ngen
der W�sche besch�ftigt, und �berzeugt sich sogleich, da�
auch sie �ber die ersten Iugendthorheiten hinaus ist,
und sich einer erstaunungswerthen Magerkeit, schlech-
ter Z�hne, einer sehr langen Nase und b�ser Augen
erfreut. Im Uebrigen hat sie alle Vollkommen-
        
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