Path:
Dritter Band Die Berliner Gewerbe-Ausstellung

Full text: Dritter Band

93
�ber seinem Haupte mit dem Schlafe, der dem m�den Knechte
mindestens Tr�ume von den Freuden dieser Welt zuf�hren
m�chte. Und Sonntags geht der geistvolle und geschickte Knecht
Flei� in die Kirche und dankt Gott f�r seine Eriftenz, die
doch im Grunde keine ist. Denn die meisten Menschen hinter
zerbrochenen Fensterscheiben leben nicht, sondern werden
jelebt: Mutzt un abjenutzt.
Grafin v. C. (die gelau,cht hatte, zum Obrist). Das ist solch
ein originelles Mensch
-
Eremplar der Gegenwart. Ich h�rte
ihn schon vorher. Alles streitet sich in ihm: Vergangenheit
und Zukunft, Scherz und Ernst, Menschenliebe und Zorn,
Plattheit und Tieft, h�chstes Interesse und Vlasirtheit. Ge-
w�hnlich spricht er berlinisch. Der Schwung seiner Seele rei�t
ihn in's Hochdeutsche; Pl�tzlich macht er mit seinem Witze einen
Salto mortale und ist wieder mitten in seinem Verlinerthum,
dem man nun einmal die erg�tzlichste Originalit�t nicht ab-
sprechen kann. Nicht Paris, nicht London haben solchen Volks-
Ausdruck, so curios in der Form, so reich an Verstand und
Gedanken-Wendungen. (Zu Pl.fkc.) Erlauben Sie, mein Herr,
da� wir zuh�ren d�rfen?
Piefk e (nimmt ,cincn Hut ab) Ob! die Sch�nheit hat �berall
ein Recht; sie ist die K�nigin dieser Welt. Oder nich K�nijin,
Herrin! Man mu� sich f�r die Zukunft immer daran jew�h-
nen, das Gr��te anders zu bezeichnen. Erlauben Sie, holde
8ll3niol2, nicht von Vellini,sondern von Geist und Reiz in
Musik jesetzt, da� ich Ihnen hier den Hoftath Q. Wohl-
jeborcn vorstelle, der seinem Titel und seinem Namen Ehre
macht. Bis jetzt besitzt er den rothen Klecks noch nich, sonst
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.