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Dritter Band Die Berliner Gewerbe-Ausstellung

Full text: Dritter Band

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Aber ich mu� Ihnen gestehen :mir gef�llt dieser gr�ne Scherz.
So liebliches weibliches Wesen in ihren bunten Kleidern und mit
ihren bunt-zarten Gedanken durch ein gr�nbelaubtes Fenster
vor ihrem, von Epheu bekr�nzten Nippestischchen sitzen zu sehen,
daS ist �beraus reizend. Ach, die lebendige Sch�nheit, das
Weib, ist �berhaupt mehr als Kunst! Sehen Sie dort, Graf,
jene beiden M�dchen! Ohne eine Sylbe von ihnen geh�rt zu
haben, wei� man schon, da� ihre Worte duften wie Blumen
und klingen wie Schallmei, da� ihre Gedanken stattern wie
Schmetterlinge, ihre Empfindungen die tiefste Poesie, und ihre
Seelen so rein sind wie Himmelsblau. Das sinnt und tr�umt,
DaS ist so ernst in seinem Kosen und kos't mit dem Ernste
der Welt) Das ist so gl�cklich in seiner Sch�nheit und so
sch�n in seiner Gl�cklichkeit! Ach, das Weib ist das lieblichste
Gedicht Gottes!
GrafX. Unbedeutend.
Ernst Heiter. Gewi� nicht! (Zur Gr�fin von E.) Gn�digste
Vrau! Der Graf nennt Ihr Geschlecht unbedeutend.
Gr�fin v. C. Noch jetzt? Nein, wahrlich, wir haben
uns durch freundliche, sittliche Bildung, durch Bildung imeigent-
lichsten Sinn deS Wortes emancipirt. Wir sind reif f�r das
neue Gl�ck der Welt, nicht so die M�nner. Zur H�lfte find
eS Lassen, zur H�lfte Schw�tzer: sie sind die Weiber von ehe-
dem geworden. Ein Mann ohne Thatkraft, ohne Keckheit
gegen daS gemeine Uebliche ist ein widerw�rtiges Mittelding;
ein Mann ohne Freiheit ist kein Mann.
Herr Buffey (vorXo. 1340.). Was schmeichelt sich 'n DeS
zu sind?
        
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