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Dritter Band Die Berliner Gewerbe-Ausstellung

Full text: Dritter Band

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Schwung den Franzosen, in Gediegenheit der ganzen Zeichnung
und Bewegung aber den Engl�ndern nachgetreten.
Baronin v. D. Nach diesen Erplicationen zu urtheilen,
k�nnte man also jetzt in den Remisen am besten Zeitgeschichte
studiren.
Gr�fin v. C. Die Zeit guckt �berall heraus, liebste D.,
aus den Staatszeitungen und Cabinetsordrcn eben so gut wie
aus den Kinderwiegen und den Tausenderlei der Nippes und
Manufactur- Spa�chen. Es kommt nur auf die Augen an.
welche sehen. Ich m�chte zum Beispiel nicht so l�cherlich wie
Diejenigen sein, welche sich einbilden, den Geist der Zeit durch
veraltete Dinge zur�ckzudr�ngen. Wem's �och nicht klar ge-
worden, da� der Gedanke der Gegenwart �ber alles � siegen
wird, was sich ihm entgegenstellt, den nenne ich einen Dumm-
kopf und wenn er F�rst ist.
Baronin v.D. Aber, Agnes!
Grafin v. C. Ja so, ich hatte mich ganz vergessen.
(L�chelnd.) Die Gr�fin v. C. hatte ihren alten, schattenlosen Stamm-
baum verlassen und war unter dem rauschenden und fl�stern*
den Bl�tterdach der Jugend in sch�nen aber unpassenden Tr�u^
men versunken. Kommen sie jetzt nach den Maschinen!
General v. I. Alles Dampf und Dampf und wieder
Dampf! Die Welt wird ber�uchert aber nicht bereichert. Alles
geht mit dieser unnat�rlichen, ekelhaften Hast, hinter welcher die
Gediegenheit und ihr Gl�ck vergebens keuchen, athemlos liegen
bleiben und mit F��en getreten oder ger�dert werden. Die
Poesie, die liebliche Romantik erstickt in diesem Qualm.
Iustizrath Weiter. Jede Poesie, die sich ersticken l��t.
        
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