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Dritter Band Die Berliner Gewerbe-Ausstellung

Full text: Dritter Band

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es, da� die bedeutendsten Handlungen der Geschichte, da� die
gr��ten Weisen, Dichter, K�nstler, Erfinder und Gelehrte aus
dem Schoo�e dieser ekelhaften Gemeinheit hervorgegangen find.
Commerzienrath Vrettkopf. Abscheulich!
Dr. Tinte. Diese Industrie-Ausstellungen zu Paris und
Berlin werden auch wieder einen gro�en Theil der Schmach
fortnehmen, die (sich verbeugend) mit Recht auf derjenigen Klasse
der Menschheit lastet, welche uns ern�hrt, aber noch immer
beim Essen die Gabel in der rechten Hand halt, nur mit
gesundem Geiste geschriebene B�cher lieft, keine Visitenkarten
abgibt und sich in Gottes freier Natur wohler als in Thee-
zirkeln f�hlt. Sie begreifen, Herr Commerzienrath, da� so
bornirte Leute eristiren, die all' Das, was wir vor jenem Pro-
letarierthum voraus haben, der ganzen Weltgeschichte und dem
eigentlichen Lebensberuf des Menschen gegen�bergestellt, f�r abge-
schmackt und l�cherlich halten. Diese bornirten Leute wollen
keineswegs die Wissenschaft und Bildung zur�ckgedr�ngt wissen,
aber sie wollen einerseits unsere Unnatur und Verderbtheit mit
dem Quellwasser des reinen Menschengeistes abwaschen, andrer-
seits aber auch das Volk an den Br�sten der Weisheit saugen
lassen, damit der Abstand nicht immer gr��er wird und endlich
die entnervten Fauste nicht von den ks�ftigen F�usten erdrosselt
werden. Dies Alles, meinen jene bornirten Leute, sei aber
nur durch allgemeine Freiheit zu erlangen.
Commerzienrath Vrettkopf. Pfui!
vr. Tinte. Pfui!
Herr Vufsey (zu einem Freunde). Was is 'en Des? (Sich
umschauend.) Wahaftig, hier beh�lt Jeder seinen Hut uf 'n Kopp!
Berliner Volksleben. III.Bd. 4
        
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