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Dritter Band Eine Urwählerversammlung unter Wrangel

Full text: Dritter Band

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durch Kanonen und Polizei quittiren! Wahnsinnige Narren,
die in den Emeuten, welche wir leider erleben mu�ten, nur die
wilde Lust Einzelner sahen, die durch strenge Gesetzhandhabung
zur�ckzuhalten ist! Die Anarchisten sind nicht Die, welche
toben, die Anarchisten sind Die, welche zur�ck wollen, zur�ck
in die alten Zust�nde, um welche sie einen papiernen Ver-
faffungs-Mantel zum Schutz gegen den Sturm der Revolution
schlagen wollen. Das, was Anarchie genannt ist, wird wahr
und wahrhaftig nicht anders beseitigt, als indem wir ihre
Forderung in uns aufnehmen, indem wir dem Drang und dem
Willen des Volkes eine gesetzliche Form geben. Wer gur�ck-
linge, sie m�gen sich nun Octroyirer, Vereinbarer, Preu�en,
Vaterl�nder oder sonst wie nennen, zu Wahlm�nnern oder Ab-
geordneten w�hlt, Der bef�rdert die Anarchie) wer dagegen
entschieden freisinnige Volksm�nner w�hlt, der ist der Mann
des h�chsten Gesetzes! (St�rmischer Beifall.) Hierin liegt
auch die Beantwortung des zweiten Punktes. Wer, meine
Herren, hat die Einheit und Gr��e des freien Deutschlands
an denjenigen Abgrund gef�hrt, an welchem sie jetzt stehen?
Die Reaction�re, die Helden des Liberalismus waren's, die
der Gewalt der absoluten F�rsten trotzten und gegen sie schrieen,
um sich diese Gewalt zu erringen. Als sie sahen, da� Opfer
gebracht werden m��ten, als sie sahen, da� auch das arme,
bedr�ckte Volk nicht leer ausgehen wollte, als nach langem
Winter der politische Fr�hling hereinbrach und durch Gr�n
und Blumen und Knospen Fr�chte f�r das Volk versprach,
da drehten sie um, die Helden des Liberalismus, und klam-
merten sich an die F�rsten und diese �ffneten ihnen ihre Arme
        
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