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Dritter Band Eine Urwählerversammlung unter Wrangel

Full text: Dritter Band

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der Erste von 'S Volk den Volkswillen ausf�hrt. Ick will,
de� der Reichthum sehr hoch besteuert wird und die Armuth
sehr niedrig, un endlich willick, de� die ArbeetSftunden abje�
k�rzt werden, damit wir uns ooch bilden k�nnen un kerne
Sclaven mitten inde Freiheit der Wohlhabenden bleiben.
Det will ick un damit Amen! (Schwacher Beifall.)
Pr�sident. Der V�rjer Kuhlitz hat das Wort.
Knopfmacher Kuhlitz. Det will ick ooch! Un darum
will ick janz entschieden freisinnje M�nner zu Wahlm�nner un
zu Abgeordnete haben! Denn von 16 Millionen sind wenig-
stens 12 Millionen arm un daher ooch nich so klug wie die
Andern. Wat haben wir also zu thun? Wirhaben diejenigen
M�nner uf H�nden zu dragen, die von de Klugen sind un
dennoch nich an sich, sondern an de Armen denken, un Herz
un Muth un so viel Ausopfrung haben, jejen ihr Intreffe
f�r unsers zu handeln. Uns 12 Millionen liegt jar nischt
an 'ne Verfassung, wenn det blos 'ne Verfassung vor de Klugen
un Wohlhabenden wird, un nich vorher uns de �bermensch-
lichen Lasten abjenommen un der janze alte Zwangs- un Despotie-
quark wegjeschmissen wird. Un darum will ick, det die Mit�
jlieder von unsre Nationalversammlung alle wieder jew�hlr
werden, die nich weggeloftn sind, die nich det Volk verlassen
un sich in de Arme von Vrandenburg-Mandeibel jeworfen haben.
Un det mu� Jeder wollen. Denn so lange wir 12 Millionen
keene Freiheit haben un den Staat nich lieben k�nnen, so lange
is keene Ruhe un so lange hat Jeder seine Freiheit un seine
Verfassung blos in de Zeitung, uf 'tPapier. (Lebhafter Beifall.)
Pr�sident. Der B�rger Hitzig hat das Wort.
        
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