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Dritter Band Eine Urwählerversammlung unter Wrangel

Full text: Dritter Band

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die Zwecke seiner Partei durchzusetzen. Wie'S die Gro�en, Staats-
m�nner, Minister, hohe Gener�le, Richter und Beamte, mo-
derne Raubritter u. s. w. machen, so die Kleinen. Wort-
brechen, verleumden, l�stern, f�lschen find ihre geringen Bubenst�cke.
So lange die Demokratie Macht hat, br�ten sie im Finstern
Verderben; kaum aber haben sie eine kleine Schlacht gewonnen,
so werden sie frech, zeigen die Z�hne wie ihre Laster �ffentlich,
und speien Gift, wenn man von der Noth der Armen und
dem g�ttlichen und alleinigen Recht des Volkes spricht.
�
So
viel von der Welt. Aber auch inPreu�en lebt kein Sch�rt',
der nicht ein ausgemachter Bube w�re.
GeheimerathvonKarnickel (leise zu seinen Nachbaren). Unser
Spiel ist verloren.
Buchdruckereibesitzer Drecker (Mc zu Karnickel). Noch
nicht. So lange Coeur Atout ist, geben wir klein bei, sobald
aber Pique Atout wird, stechen wir Alles. Warum hat man
auch wieder Karte gegeben? Das Spiel war schon unser;
wie es gewonnen wurde, ist gleichg�ltig. Doch sorgen Sie
nicht, unsere Karten find gut gemischt; wir haben die (macht das
Zeichen des Geldzahlens) Handkarten und die Honneurs. Wir
haben den Buben, die Dame und ...
Baron von Sold (leise zu Beiden). Und an mich bitte ich
besonders zu denken; ich werde selbst jetzt, wo Coeur Atout
ist, meine Stiche machen. Hat man kein Coeur, so klebt man
Roth auf Schwarz Alles des Geldes wegen. Sie
wissen, welche Miene ich annehmen kann; ich k�nnte M�nner
wie uns t�uschen, geschweige den P�bel. Sie wissen, wie po-
pul�r ich mit der Popul�re reden kann und welchen Eindruck
        
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