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Dritter Band Eine Urwählerversammlung unter Wrangel

Full text: Dritter Band

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des Polizeistaates nicht durch die herkulische Kraft der Ver-
treter vom alten Miste ges�ubert ist, so lange fehlt uns der
freie Athem, und der Athem der Freiheit. So lange haben
wir keine Ruhe und kein Wohlsein, und wenn wir alle W�nde
deS Stalles mit Verfassungen bekleben. In einem Sumpf baut
man kein neues Haus, oder bauen nur Solche ein neues HauS,
die den Einfall haben, es sogleich wieder einfallen zu lassen.
So lange wir nicht souverain sind, so lange ist jede Ver-
fassung eine Verfassung, welche den Demant der Volkstugend
und Volksgr��e um seinen sch�nsten Glanz betr�gt. So lange
wir keinen reinen Volks- und nat�rlichen Rechtsboden haben,
so lange ist jede Verfassung nichts weiter als ein
St�ck Pergament, das immer Lust hat, sich wegen
seiner Pergamentsgeburt zu revanchiren und allen
Eseln, die sich's gefallen lassen, das Fell �ber
die Ohren zu ziehen. (St�rmischer Beifall.) Und darum,
meine Herren, lassen Sie uns, um mich kurz auszudr�cken,
�
denn auch ich wittere nach dieser j�ngsten Nacht schon
wieder Morgenluft
�
keine Esel zu Wahlm�nnern w�hlen.
Ich bitte Sie, vermeiden Sie alle hohe Ohren, und solche
Wahlen, die hohen Ohren Honig sind. (Langanhaltender
Beifall.)
Vrusi ck e (steht auf. nimmt seine Sclmapssia,che und geht damit zu dem
Gehcimcnrath von Karnickel). Entschuldjen Se, V0N Karnickel, is
Ihnen vielleicht en Visken Oducannalje jefallig? Sie sehen
etwas bla� aus.
Geheimerath von Karnickel (laut). Ich bitte den Herrn
        
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