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Dritter Band Eine Urwählerversammlung unter Wrangel

Full text: Dritter Band

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�ine absolute Monarchie statt einer Verfassung! Lassen Sie
sich durch das Wort Zust�nde nicht t�uschen, meine Herren!
DK Zustande find Nichts als Personen, und so lange die
Crcaturen der alten Zustande nicht bei Seite geworfen, so
lange bleiben die alten Zustande, wenn sie sich auch mit schwarz-
roth-goldnen Fahnen verdecken; so lange bleibt jede Verfassung
ein Wisch. Kurhessen z. V. hatte eine gute Conftitution und
die Hessen waren seufzende Sclaven. Vaiern hatte eine Ver-
fassung und � wer anders als der heilige Ludwig dachte,
mu�te vor seinem Bilde Abbitte thun! Vaiern hat eine neue,
demokratische Conftitution, und jetzt ist es, wie Oesterreich und
Preu�en, nicht nur auf dem Wege der Reaction, sondern mitten
im Pfuhl derselben. Auf dem M�rz-Lerchenfeld, wo die Frei-
heit jubilirte, schreien jetzt schon wieder die ultramontanen
Eulen, und jetzt findet sich nicht einmal eine Lola Montez,
welche schlechte Minister mit der Reitpeitsche aus dem Lande
jagt. Und wir wollen keine so unsittliche Lola Montez. Die
sittliche Lola Montez mu� die Volkskraft sein, und ihre Reit-
peitsche das: Ich will! und Vorw�rts!
�
Und wir, wir
haben jetzt auch eine Verfassung, dem Himmel und dem Man-
teuffel sei's
� gedankt! Wenn ich aber ein Hosemann w�re
und sollte diese Verfassung illustriren
�
allerdings eine schwere
Aufgabe � so gestaltete ich den Titel: �Von den Rechten der
Preu�en" wie ein Pferd und lie�e einen Soldaten darauf
reiten. (Vravo!)
Vezirksvorsteher. Bitte!
Assessor Gr�nau. Sehr gern! Ich reite nicht, son-
dern fahre fort. Meine Herren, so lange also der Augiasstall
Berliner Votslcbcn. Hl.Bd. 25
        
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