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Dritter Band Eine Urwählerversammlung unter Wrangel

Full text: Dritter Band

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und Das auck, da� die Soldatenherrschaft kein Il�ck i�, UN
de� diese kommt. Also solche Wahlm�nner m�ssen wir w�h-
len, damit eine constitutionelle Verfassung un keine Interpella-
tion wird, und denn auch, wie gesagt � keine Republik. (Er
verla t kic Iril'�ne mncr jubelndem Bci'all ) 3ll, (Roch einmal umkeh-
ren? ) Und Jeder, wer mir kennt, wird wissen, da� ich es ehr-
lich meine! (Tobender Applaus; lange Unterbrechung.)
Pr�sident. Der B�rger Gr�nau hat daS Wort.
Assessor Gr�nau. Meine Herren, ich bin ganz der-
selben Meinung, wie der geehrte Vorredner, (Gel�chter) erlaube
mir aber noch einige Bemerkungen. Meine Herren! Die
Reaction, auch die in der modernsten Form, ist an zwei Wor-
ten zu erkennen. Das erste Wort lautet: ich bin kein Reac-
tionar, ich sehe keine Reaction, ich will die Freiheit, aber...
dies Aber ist eine Schatzkammer, in welches unser theuerstes
Gold hineingeworfen wird, und von dem wir niemals erfahren,
wo es geblieben. (Bravo.) Das zweite Wort ist ein Schrei
und lautet: eine Verfassung! eine Verfassung! Die Reaction
will aber nur eine Verfassung, um unter dieser Maske desto
leichter in's Paradies des Polizeistaates zur�ckzuschleichen. So
lange die Vertreter des Volkes tagen, ist es den guten Ge-
heimr�then, Schnurbarten, Junkern, frommen und diplomatischen
Blindschleichen und hohen und medern Gens'darmen zu hell;
die wachsamen Augen, welche aus den Volkskammern blicken,
sch�chtern sie ein wenig ein. Darum schreien sie: eine Ver-
fassung, eine Verfassung, eine absolute Monarchie f�r eine
Verfassung! Sobald aber die Verfassung da ist, gucken sie
aus allen Verwaltungsl�chern derselben hervor und schreien:
        
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