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Dritter Band Eine Urwählerversammlung unter Wrangel

Full text: Dritter Band

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heimer�the schon seit ihrer Entdeckung zu den Menschen gez�hlt
wurden. Aber der Geheimerath Karnickel, der ehrenwerthe Mann,
hat sich nicht geirrt. Seine f�nf Forderungen muffen von jedem,
auch von dem h�chsten Gerichtshof, als richtig anerkannt
werden, und auch ich will sie bezahlen. Erstens will ich durch
und durch Preu�e sein. Denn da� Gott den Mensch en erschaffen
hat, ist eine L�ge, eine W�hlerei, zu der wir durch fremde
Emiss�re verf�hrt wurden. Gott schuf zuerst den Preu�en,
ein preu�isches Mannlein und ein Weiblein, und auf dem Portal
des Paradieses stand in Flammenz�gen der Wahlspruch: Mit
Gott f�r K�nig und Vaterland! Das Paradies war der
Stammort der Hohenzollern, weshalb denn auch sogleich durch
Cabinetsordre das Verbot erging, nicht vom Baume der Er-
kenntni� zu naschen. Die Geheimer�thin Eva, geborene von
Rippe, s�ndigte dagegen und wurde deshalb vom Gensd'armen
Engel aus dem Paradiese, i� 68t aus Preu�en, verwiesen und
vertrieben, aus welcher �durch die Umst�nde gebotenen Ma�regel"
und in Hinsicht auf die bew�hrte Naschhaftigkeit der Eva, die
andern Nationen und �berhaupt das Ausland entstanden sein
mag. Ja, B�rger und Br�der, ich will durch und durch Preu�e
sein, denn so will eS der Geheimerath Karnickel, und der Ge-
heimerath Karnickel ist ein ehrenwerther Mann. Ich will durch
und durch Preu�e sein. Wer an meinem ganzen K�rper ein
St�ckchen deutsches oder gar auslandisches Fleisch entdeckt, der
kann es meinetwegen bei der neuen preu�ischen Zeitung denun-
ciren oder den Hunden vorwerfen. Ich will Euch hinten und
vom meine Tugenden Schwarz auf Wei� geben und ich will
in der D�mmerung, welche Tageszeit ich am liebsten habe,
        
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