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Dritter Band Eine Urwählerversammlung unter Wrangel

Full text: Dritter Band

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leben lassen; wenn man einen Feind entwaffnet, so nimmt man
ihm auch das Schwert, und wenn man den Buchstaben
-
Adel
aufhebt, so streicht man eben die Buchstaben und la�t dem
fr�heren Besitzer seinen etwaigen Seelenadel unangetastet. (All-
gemeines Bravo.) Ich kenne keinen Geburtsadel mehr, ich
kann mich kaum noch auf einen solchen besinnen. Ich
glaube, die fr�heren Vonherren th�ten wohl, uns nicht an den
alten Adel erinnern; sie th�ten wohl, so schnell wie m�glich
im V�rgerthum aufzugehen und sich nicht ihm gegen�berzustellen.
Wer nicht mit uns ist, ist wider uns, und
�
und bei der
unsterblichen Freiheit dreht sich das Sprichwort: �Heute roth,
morgen todt" oft um und dann hei�t es: Heute todt, mor-
gen roth.
Geheimerath von Karnickel. Ich werde mich mit der
Widerlegung dieser revolution�ren Worte nicht befassen. Das
Gericht wird dem Herrn Vorsitzenden die nothwendige und
geziemende Antwort geben. (Oh! Oh! Vrrr! Man nich jraulich
machen!) Ich komme zur Sache. Meine Herren! Die Krone
will, da� wir zun�chst Wahlm�nner w�hlen, deren reiferem
Urtheil (�Oh, oh," �hurrje!") dann die Wahl der Abgeord-
neten �berlassen bleibt. Es ist hier von keiner Revolution die
Rede und noch weniger sollte davon die Rede gewesen sein,
da wir diese ganze Vereinigung nur der Erlaubni� Seiner
Ercellenz des Herrn Generals von Wrangel verdanken. (�Wie
hai�t?" �Gott der Gerechte!" Gel�chter.) Die Abgeordneten,
so will es die Krone, sollen die uns gn�digst verliehene, h�chst
�
und ich mu� es sagen
� f�r die so notwendige St�rke
der Krone viel zu freisinnige Verfassung revidiren. Von einem
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