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Dritter Band Herrn Buffey's Wallfahr nach dem heiligen Rocke in Trier

Full text: Dritter Band

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Dausende Priester un Menschen an den Rock, wie inPolen un
Ru�land die Leibeijenen ihre Besitzer, sondern da verkoofte die
Kirche ooch lauter kleene Lappen von den Heiljen Rock als
S�ndenabla� un Talismann jejen Unjl�ck.
Frischer. Und all' die alten Lappen sind jetzt zu Papier
zerstampft, auf welchem gegen Trug und Lug gek�mpft wird.
Herr Vuffey. Uf des Futter von den Heiljen Rock bin
ich doch neujierig, wenn ick erst n�her ran kann. (Mit wichtiger
Miene.) Denn des Futter scheint mir bei den Rock die Haupt-
sache, weil � weil doch allens Heilje nich �u�erlich is, son-
dern inwendig steckt. Halt, jetzt wird en bisken Platz! Nanu,
Willem, ich' mal hin un k�sse den Rock! Wollen mal sehen,
ob et wat hilft.
Wilhelm. Ne, ick f�rchte mir, Vater!
Herr Vusfey. Wat? I,wo wirste Dir denn vor sonnen
dummen Rock f�rchten, Schafskovp ! Der bei�t nich: man janz
dreiste anjefa�t, des is de Hauptsache! Na, ick sage Dir, wenn
De nu nich den Oogenblick hinjehst un k��t den Heiljen Rock,
denn kriegste en Katzenkopp, det de nich werft, zu welche Con-
fession Du jeh�rst, Theekessel!
Wilhelm (folgt dem vaterllchen Befehle �ngstlich und kehrt mit weiner'
licher Miene zmnck).
Herr Vuffey (,ehr gespannt). Na, bifte nu klug?
Wilhelm (mit heruntergezogene Unterlippe). Det Wee� ich �ich,
Vater.
Herr Vuffey (mildc). I,Du bist nich klug, wat wirfte
denn nich wissen, ob Du klug bist! Warte mal, ick wer Dir
mal wat fragen. (Er sieht sich um.) Mir fallt man nich jleich was
        
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