Path:
Dritter Band Anekdoten

Full text: Dritter Band

338
Schlimme Zeit.
Ein B�rger h�rte von einem Scheintodten, der in der
Nacht vor seinem Vegr�bni� durch den Generalmarsch erweckt
und wieder hergestellt wurde. �Kotz Wetter!" rief er aus,
�det is 'ne schlimme Zeit! Jetzt is man also nich mal mehr
seines Sterbens sicher!"
Malice.
Ein ehrsamer Schneider besuchte eines Abends seinen Freund,
einen wohlhabenden Kupferschmied, der aber sehr geizig war.
Sie stritten sich �ber einen Artikel in der Zeitung und nahmen
dieselbe endlich zur Hand, um sich zu �berzeugen, wessen Mei-
nung die richtige sei. Es brannte aber nur ein sehr d�nneS
Talglicht auf dem Tische, und der Modift hatte schwache Augen.
Er nahm deshalb die Scheere, wollte das Licht putzen, schnitt
aber zu tief und l�schte es aus. �Na, wo haben Sie denn
det Lichtputzen jelernt?" fragte der Kupferschmied, indem er
nach dem Feuerzeuge umhertappte. �Da, wo zwee brennen!"
antwortete der Schneider.
Uniform.
In einer Weinhandlung unterhielten sich mehrere Personen
davon, ob und wie die gangbaren fremden W�rter deutsch zu
geben w�ren.
�Wie k�nnte man zum Beispiel �Uniform" �bersetzen,"
fragte ein junger Offizier.
�Jetzt am besten durch: Eintracht!" antwortete vr.Blond.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.