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Dritter Band Aus dem Tagebuche Berlins

Full text: Dritter Band

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En Reiter uf det hohe Pferd
Sieht �ber And're weck;
Wer stets den Blick nach Oben kehrt,
F�llt manchmal in den Dreck.
En Deputirter is en Mann,
Der sitzt bald rechts, bald links;
Wenn Eener jar nich reden kann,
Denn schweigt er schlechterdings.
En Junker dumm und liederlich
Bl�ht oft sich wie ein Pfau;
Der Esel l��t das Schreien nich,
Wird er ooch alt un jrau.
An eene L�je stickt man nich,
Det war' ooch sehr fatal,
Denn predigte keen Pfaffe nich
Mehr als en eenzig Mal.
Wer jar kcen Icld hat, der is arm,
Wer viel hat, der is reich;
Verschird'ne Herr'n un Knechte sind,
stich Alle frei un jleich.
Wer eencn schweercn Ieldsack tr�gt,
Tcr streitet nich zu schnell,
Un wer sich in den Schatten legt,
Dem is de Sonn' zu hell.
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