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Dritter Band Aus dem Tagebuche Berlins

Full text: Dritter Band

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mir nie, denn worum? Man mu� immer ruhig sind. Ick bin
ruhig als Iatte, als Vater, als Mensch un als B�rjer. Du
ivirscht Dir durch Deine Hitze irjend einen Nachtheil zuziehen,
det kannst Du mir, als fufzehn Jahr alter, jlooben. Du bist
ein jelehrter Mensch, des is richtig; Du hast ville jelesen, un
Haft Dir eine verschiedene Bildung angeschafft, jut, Hippemann.
Iut
�
sehr jut! Aber Du hast keene Ruhe, et fehlt Dir an
'Pomade, an eine jewisse Nachl�ssigkeit fehlt et Dir, die jeder
Mensch haben mu�.
Kippemann. Ja, da haste Recht, Labejack. Mein Tem-
perament iS 'ne Eisenbahn, un Deins, des is 'ne Droschke;
Dir mu� de Welt immer erst peitschen, eh'r de eenen Schritt
vorw�rts denkst.
Schoote. Na, um wieder uf de Eisenbahn zu kommen �
KipHemann. Ach, wenn wir man erst druf w�ren!
Labejack. Beeile Dir nich. Fahre noch nich ab. Der
Dampf is noch nich vorjespannt, det Pferd mu� erst gl�hende
-Kohlen fressen. So schnell jeht et bei uns nich! Bei Schooten
un mir.
�
Kippemann. Schoten un roher Schinken, det pa�t sehr
jut zusammen.
Labejack. Mach' keene Witze, Kippemann; det wee�te, det
kann ick nich leiden. Spa�, det jeht allenfalls, aber wenn
Eener den Andern ufzieht, denn jibt et man blos St�nkerei.
Denn
�
Schoote. Na, Kinderkens, Ihr seid aber janz von de
Eisenbahn abjekommen. Wie schnell jeht et, det sagt mir?
Kippemann. Wie schnell et jeht, det will ick Dir sagen.
Verliner Volksleben. Hl. Bd. 19
        
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