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Dritter Band Aus dem Tagebuche Berlins

Full text: Dritter Band

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Eisenbahnen.
(Die Scene spielt in einem �ffentlichen Garten vor dem Halleschen Thore; Schoote,
Labejack und Kippemann sitzen um einen Tisch, auf welchem mehrere Glk�
ser und Schnaps stehen, welche h�ufig benutzt werden.)
Schoote. Also, et wird wirklich schon dran gebaut?
Kippemann. Wie ick Euch sage, de Schienen werden
schon in Potsdam jemacht, un eh' die Maikaber zum zweetm
Mal jeboren werden, fliejen wir uf de Eisenbahn nach Potsdam.
Futsch, sind wir da!
Labejack. Mir zweifelt noch. Nich etwa, weil mir der
Willen zum Ilauben vielleicht fehlen d�che, ne, dieses nich,
aber mir mangelt ein Vollmond dar�ber, ob die Eisenbahnen
�berhaupt nich den Nutzen in der Anwendung entbehren.
Schoote. Na, Du, Kippemann, Du bist doch'n Buch-
drucker, Du wee�t, wat Druck is, Du leest AUens, Du mu�t
uns det am besten sagen k�nnen :is et wat mit de Eisenbahnen,
oder is et nischt?
Kippemann. Iott, diese Frage is dummer, als irgend
eine Antwort sein k�nnte! Fragt die Erde, ob es mit Rejen
wat isj fragt Schooten, ob er K�mmel nothwendig hat, un
den Nachtw�chter, ob er des Schlafes bedarf: Wer kann das
Wort �Eisenbahnen" aussprechen, ohne de� ihm eine jro�e
Zukunft durch de Seele zuckt, ohne de� er zwee Wei�en drinkt,
wenn er ooch man nur noch eene bezahlen kann? Kinder, deS
is ja jar nich zu fassen, wie j�ttlich des is!
        
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