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Dritter Band Aus dem Tagebuche Berlins

Full text: Dritter Band

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Sch�bedanz. Ne, det nich! Ne, ick will Dir sagen,
manchmal hat er so sein Iesch�ft ;denn jeht er so uf de Stra�e
rum, un sucht nach angemessene Belohnungen. Neulich is der
arme Kerrel um fufzig Dhaler gekommen.
Piek er. Wie so denn um fufzig Dahler? Wie kann denn
der Kerrel um fufzig Dahler kommen?
Sch�bedanz. Na ja, ganz nat�rlich! Es hatte Eener
was verloren un setzt fufzig Dahler Belohnung in de Zeitung,
wer ihm das wiederbringt. Nn der arme Kerrel, der Span-
dutzke, find't des nich!
Pieker. Ach so! Na, aberscht, h�r' mal Du, da kann
er ofte um Icld kommen.
Sch�bedanz. Ja, ick will Dir sagen, er hat des Ieschast
ooch manchmal blos zum Vorwand. Zum Erempel als Bei-
spiel neulich. Neulich find't er an einen Laden, wo Strumpf-
wirker zu haben sind, da find't er en Paar Str�mpfe, un wie
se ihm dabei kriegen, so sagt er, er h�tte man blos nachsehen
wollen, ob die Banknoten nich ringefallen waren, die unter Ver-
lorne Sachen in de Zeitung stehen, un wovon der ehrliche Fin-
der gebeten wird, se wiederzubringen. Sehste, so macht er't!
Piek er. Un denn lassen se ihm loofen?
Sch�bedanz. Na freilich! Erscht jeben se ihm Eens uf
de Klinke, un denn lassen se ihm loofen, atge! Neulich fand
er ooch in de I�gerstra�e cn jro�et Umschlageduch, un wie se
ihm dabei erwischten, da versichert der Kerrel uf seine Ehre, er
h�tte man blos Drangen ransetzen wollen; ohne Franjen w�ren
se nich mehr Mode.
Pieker. Is et m�'chlich? Un die lie�en ihm ooch loofen?
        
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