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Dritter Band Aus dem Tagebuche Berlins

Full text: Dritter Band

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Scheef. Ick habe mir neulich rinjedr�ngelt, des hee�t uf
den Iratisplatz; nachher wollt' ick mir zwee Iroschen wieder
rausjeben lassen, des dahten se aber nich. Der Kerrel macht
wirklich schwierige Sachen; zum Erempel; er fa�t sich vor de
Brust un h�lt sich 'ne Viertelstunde lang in de H�chte. Nachher
stellt er sich uf 'ne Putellje Wei�bier, knippert mit den eenen
Stiebet die Strippe uf, ziebt den Proppen ab, un mit den
andern Fu� jreift er jeschwinde unter de Putellje, jibt ihr en
Schubs, det se ihm jrade vor den Mund kommt, drinkt se aus,
bleibt so lange in de Luft stehen, un schiebt nachher mit beede
F��e de Pulle wieder unter seine Veene un bleibt druf stehen.
Schweppke. Schwerebrett, det is ville! Un da haste nich
mal Entr6e bezahlt?
Scheef. Na jo nich! wo wer' ick denn vor so wat Entr6e
bezahlen! Seh' mal, de Hauptsache kann ick ja alleene. Die
Putellje Wei�bier drink' ick so jut auS wie er, bloS de� ich
deS nich mit de Veene dabei mache. � Apopo !habt Ihr denn
schon von des Unjl�ck in de Kanonierstra�e geh�rt?
Kalbach. Kanonierstra�e? Ne! wat is denn da vorge-
fallen?
Schweppke. Da is woll en Steensetzer uf en dreift�ckijeS
Haus rufgefallen?
Scheef. Schaafskopp! wie sollt' er'n det jemacht haben?
Ne, in Ernst, Kinder! Seht mal, vor zwee Dagen in de
Kanonierftra�e, da sitzt uf de Seite en Kind un spielt. Un
nu kommt een Mal uf den Damm en Wagen
�
un der Kut-
scher druf los, immer zu, in't Ielache rin, bis er nich mehr zu
sehen war!
        
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