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Dritter Band Aus dem Tagebuche Berlins

Full text: Dritter Band

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w�re. Un da dhue ich nat�rlich nischt. Det mit die Iold-
handlung war n�mlich ein Stich uf den Andern, mit den ick
mir von Maulschellen unterhielt. Dieser Mensch
� (ich dr�cke
mir jelinde aus, weil et sonst Stankereien jeben k�nnte, uf't
Injurjenjericht).
Dieser Mensch also jab sich neulich aus det Vorfenster von
eine Iuwelierfabrik einen Vrilljantring, darauf wurde er in 4
Wochen inSpando anjekommen, un nu wird er woll n�chstens
uf den Wedding jestorben werden. Verstehste?
Aber nu frage ick Dir unter Deine Pelzjacke, det hee�t uf's
Iewissen: hast Du denn was zu dhun? Ne! Denn ick wee�,
Du machst et Dirmanchmal en paar Jahre lang bequem, indem
De Deine Natur uf de Treppe lechst. Da lichst De denn, un
le�t Dir de Sonne in de Seitentasche scheinen, damit der
K�mmel nich kalt wird. Also kannfte mir woll mal schreiben,
denn ick schreibe Dir, un wenn ick kerne Antwort krieje, denn
is et nischt. Denn iS et ja jar nischt!
Det et bei uns nischt Neies jibt, des is was Altes. Aber
ick will Dir zeijen, det ick unsere alte Kammerathschaf nich
verjessen hatte, un wer' Dir Mancherlee erzehlen. Du wirscht
dankbar find) Erschtens suchte neulich eine vornehme Dame mit
Verm�jen einen Mann h�heren Standes. Daruf jeh' ick hin,
klingle, un wie sie mir ufmacht, so sag' ick: Madamken, nehmen
Sie mir, ick bin en Ziejeldecker.
Zwee Daje druf empfiehlt sich in de Zeitung eine junge
intressante Wittwe zum Heirathen. Wat hat Kuleke, den
De ooch kennst, zu dhun? Er jeht zu eenen Brauer, der ihn
mal schlecht behandelt hat, in de Nacht um zwee Uhr; zieht so
        
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