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Dritter Band Aus dem Tagebuche Berlins

Full text: Dritter Band

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dhun, un ick half Dir. Na die Sonne bescheint mir jetzt ooch
noch, also dadrum keene Feindschaft nich, det iS jar nischt.
Na aber was hasten davon, wenn De nich schreibst, denn kann
ick schreiben, so viel ick will, denn krieje ick keene Antwort,
denn iS et jar nischt. Ick habe Dirnu schon 2 mal geschrieben,
eenmal mit Blei bei Eulners vor de Dh�re uf den Ecksteen
drau�en, un det andere mal Hab' ick Dir mit Tinte erz�hlt,
wie et mir jeht. Aber wat hilft det AllenS, det is vor de
Sperlinge, wenn Du nich wieder schreibst, det is jar nischt 5
Ich bin ein Mann, wo Wort h�lt, denn ick habe unter der
Landwer jestanden un jetzt steh' ick Ecke, un ick habe Dir ge-
sacht, ich werde Dich schreiben und ich habe Dir jeschrieben
un Du Haft mir nich geschrieben, det iS also doch nischt!
Da kann ja Einer schreiben, det er die Krepanse kriegt, det
wird doch nischt! Wenn ick �rjerlich werde, so wer ich eeklich,
un wenn ick erscht eeklig bin, so werde ick ooch fatal, un wenn
ick erscht fatal bin, so stech' ick Dir eene Knallschote, des hee�t,
da mu�te erst von Machdeburch hierher kommen, sonst reich'
ick Dir nich.
Hast Du mehr zu dhun, oder ich, dieses is noch die
Frage? Seit sechs Wochen dhue ich jar nischt, und beseh' mir
blos den Tag, n�mlich, weil ich neilich bei Eulners so mit
den Kopp jejen einm Andern seine Hand jerennt bin, da�
mir mein Kopp wie eine jro�e Buddel -Pulle ufgeloofen is.
Wir waren n�mlich in Wortwechsel wejen eine Maulschelle,
die ich ihm vorher jejeben hatte. Seit dieser Zeit habe ick
einen Kopp wie ein K�rbis, un bin so roth in't Iesichte, als
ob ick in eine Ioldhandlung jenascht h�tte, un dabei gekricht
        
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