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Dritter Band Aus dem Tagebuche Berlins

Full text: Dritter Band

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janze Hochbutter druftejangen. (Zum j�ngsten Kmde.) Aber Liesken!
Wiftste nich die Puppe in'n Mund nehmen.
Die Mutter. Hier sind sechs Dreier; Du kannst jleich
vor'n Dreier Iew�rz mitbringen. Et klingelt! Seh' mal nach,
wer det is. (Charlotte geht hinaus.) Du sollst die Puppe nich in'n
Mund nehmen, Liesken! Aber Karret; willste nich wieder uf
de Hutsche rufsteijen ! Willst Dir woll wieder 'ne Br�sche uf
de Stirne fallen, wie neulich? Ede, wat machst'n da? Du
schmei�t die Bilderb�cher uf de Erde? Du willst woll noch
obsternatsch sind, de� Du des Kind des .,..
Charlotte. Madam, der Sandmann is drau�en) er kriegt
noch von's vorige Mal, wo Sie nich zu Hause waren) un zu
morjen brauchen wir eine Molle, weil des Treppenschauern an
uns is, un de Hinterstube ooch geschauert werden soll.
Die Mutter. Na is jut, is jut, jeh' man un mach', de�
De rauskommst, ick wer' det Ield bringen! La� den Menschen
nich alleene in de K�che, wo de silberne L�ffel rumliejen.
lliharlotte geht hinaus.) Ick sage doch, Ield UN immer Ield! Ick
k�nnte den janzen Dag an de Kommode stehen, un man im-
mer rauslangen! Det jeht immer hastenichgesehen ! Iott, un
die Miethe is ooch schon wieder vor de Dh�re, und die beeden
Aeltsten m�ssen neue Stiebeln haben! Na, wo de� noch Aliens
bei die schlechte Zeiten herkommen soll, ach Liese! Du sollst
die Puppe nich in'n Mund nehmen! Nu sag' ick't Dir zum
letzten Mal! Hinter'n Spiejel sticht de Ruthe, merk' Dir det!
(Gcht hinaus.)
Eduard (zu Karl). Du hast mir mein Bild wechjenommen,
warte man! (Schl�gt ihn.)
        
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