Path:
Dritter Band Aus dem Tagebuche Berlins

Full text: Dritter Band

264
Karl (cm Kind von drei Jahren, schreit). Naaa !
Die Mutter. Wat is denn schon wieder; wat haste denn,
Karrelken? (Zu dem f�nfj�hrigen Eduard.) Willste ihm jleich det Bild
wiedergeben, infamer Vengel! Jleich gibste't ihm wieder! Schamfte
Dir nich, so'n jro�er Junge: des Kind des Vild wechzu-
nehmen?
Eduard. Ne, et is mein Vild. Tante hat et mir jejeben.
Die Mutter. Des is janz ejal, Du jibft des Kind des
Bild! So'n jro�er Junge wie Du braucht keen Vild! (Nimmt's
ihm fort.) Her mit .' (Gibt's an Karl.) So, mein Kindeken, aber nich
zerrei�en! (Zu Eduard). Un wenn Du mir an zu plinsen f�ngst,
Ede, denn kriegste 'ne Maulschelle, verstehste!
Eduard (hemg wcmend). Aooh !Is mein Vild!
Die Mutter (ihn schlagend). Na warte, zakkermenscher Ven-
gel) wenn De nich h�ren willst, sollste f�hlen! Drei Bilder-
b�cher hat der infame Bengel darum liejen; un nu heult er,
de� deS Kind des eene Vild haben will! Jleich biste ruhig,
den Oojenblick, oder ick nehme den span'schen Rohrstock un
haue Dir durch, det de dran denken sollst! (Zum Dienstm�dchen, das
hercmtritt.) Wat is denn schon wieder?
Charlotte. Wollen Se so jut sind un mir Ield jeben,
Madam? Es i� keene Kochbutter nich mehr da.
Die Mutter. Schon wieder keene Kochbutter mehr da?
Du hast ja jeftern Abend erst m Viertel jeholt! Des wee�
der Deibel, wo hier immer de Kochbutter bleibt! Immer un
ewig Ield! De� is nu heute schon des f�nftemal, det ick an
de Kommode jehe, un Ield rauslange.
Charlotte. Jeftern Abend bei de Bratkartoffeln iS de
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.