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Dritter Band Aus dem Tagebuche Berlins

Full text: Dritter Band

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Rhein, Du greiser K�nig in ewiger Iugendkrast, und das Deiner
gl�cklichen Tochter kann nicht hinabgezerrt werden, denn der Saft
Eurer Reben zeugt gesundes, heiteres Blut und wird absondern
das Gift des Teufels, in welcher Gestalt es komme! Hier an
der Grenze meines deutschen Vaterlandes will ich das deutsche
Volk der Zukunft leben lassen, dem alle Tugenden des heutigen
geblieben sind, daS aber dessen Vedientennatur abgestreift hat,
das alle Wunder verachtet und nur die der ewigen Ordnung
und des fortschreitenden menschlichen Geistes verehrt!
Im Weinhause.
HerrVuffey. Uebrijens, ich habe mir des hier weit from-
mer jedacht in Trier. Des is ja hier beim Wein eine Lustigkeit
un eine Lebendigkeit, als ob ...
Frischer. ... ein ConftitutionS-Fest gefeiert w�rde. Und
eine Conftitution heilt doch zuweilen die Wunden eines ganzen
Volkes, w�hrend der heilige Rock nur zuweilen die Wunden
Einzelner heilt, die �u�erst starken Glaubens sind.
Herr Vuffey. Mein Essen vor mir un meinen Willem
bleibt sehr lange: hier scheint et Hitze zu kosten, bis Etwas
aus den rohen Naturzustand jebracht wird. (Herrn Buffey werden, ohne
da� er's bemerkt, sehr verdrie�liche Blicke zugeworfen.) Was ich sagen wollte,
wat koft't denn der heilje Rock Entree?
Commis Peschke. (leise zu ihm). Sperrsitz 16 Iroschen,
Parterre 8, Gallerie 4 Iroschen.
        
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