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Dritter Band Aus dem Tagebuche Berlins

Full text: Dritter Band

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Seite jeht mein Bruder) find Se woll so jut un rufen mir
Den? Ick bin so krank, det ick kaum uf de Veene stehen kann.
Er hee�t Iottlieb.
Die Dirne. Weil De so artig bist, will ilkt dhun. lSie
,un) Iottlieb, Iottlieb!
Schusterjunge. Er h�rt nich! Seh'n Se woll, er jeht
ruhig weiter. (Mit lauter Stimme) Sie haben einen schlechten
Rus, Mamsellken'.
Ein lustigerKerle (zu einem Andern, im Gehen). Ne, wat det
Berlin vor'n Lausenest is, des jeht in's Weite! Ne, solch
Lausenest is mir noch nich vorjekommen! Denke Dir: neulich
will ick mir zwee Dukaten wechseln � Hab' ick keene!
Schusterjunge ducht Etwas auf der Stra�e). AchIott, ach Iott!
Ach, ick unjl�cklicher Junge! Die Keile! Ach du lieber, blauer
Himmel!
Mehrere Leute (sich zu ihm dr�ngend und mit suchend). Na, was
is denn, was Haft Du denn verloren? Wat is denn los?
Ein Herr. Was Haft Du denn verloren, Kleiner?
Schusterjunge. Ach Herrjees, ick habe det Vierjroschen-
st�ck verloren, wovor ick Abendbrot� holen sollte! Er schlagt
mir dodt, er schlagt mir dodt!
Eckensteher Bremse (in ,chr mitleidigem Tone) Wer schl�gt
Dir denn dodt, Kleener?
Schusterjunge (si^t ihn b^n.n an) Mein Meefter !
Der Herr. Da hast Du vier Groschen, tr�ste Dich. (Der
Gckuilcrjungc nimmt das Geld ) Wer bist Du denn eigentlich, Kleiner?
Schusterjunge. Wat ick bin? (Schnell.) Na, det merken
        
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