Path:
Dritter Band Auf dem Wollmarkte

Full text: Dritter Band

237
oder sonst einen italien'schen Namen f�hren, Wolle bleibt Wolle.
Nu kooft ihm aber mit een Mal Einer, der von is, des Iut
ab, denn is det veredelte Wolle. (Er zupft wieder etwas Wolle aus
einem Sack,..) Seh mal her, blos en eenzijes Merkmal hat de
veredelte Wolle, sie is hinten immer so'n Visken schwarz.
Aufseher. Na wat macht Er denn da? Will Er woll
unsre Wolle stechen lassen!
Schnebbe (ficht ihn fteunruch an). Iu'n Moorjen, ju'n Moorjen!
Aufseher. Die Wolle soll Er stechen lassen!
Schnebbe. Die Wolle soll ick stechen lassen? Ja, det
will ick recht jerne dhuen; aber sie steck't nich. (Er nimmt die Wolle
w die Unte H..ud unl zeigt dem Am'jch^ dic icchle,) Eeh'n St Wvll, da is
nich een eenziger Stich drinn.
Aufseher. Er dummer Kerrel, mach' Er seine dummen
Sp��e wo anders!
Schnebbe. Ne, wirklich, Herr Inspeck, Ihre Wolle stecht
nich. Warum w�r'se denn veredelt, wenn se stechen wollte? Un
denn w�rde ja ooch keen Mensch mehr R�cke un Hosen dragen,
denn jingen wir ja lieber wie Vater Adam im Parr�berrettig.
Aufseher. Er, L�mmel, Er!
Schwebbe. Ne, wahrhaftig, Herr Inspeck, Ihre Wolle
stecht nicht! Aber die M�cken stechen, und zwar mit ihren
R�ssel, un Leute wie wir stechen ooch, aber nich mit den R�ssel,
sondern mit de rechte Hand, un zwarscht Maulschellen stechen
se. Det hee�t bei vorkommenden F�llen, aber so'n Fall kann
vorkommen, der is schonst �fter dajewesen, besonders wenn wir
per Er genennt werden.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.