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Dritter Band Auf dem Wollmarkte

Full text: Dritter Band

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mir! Sie find l�ndlich, wie ich sehe, also ooch sittlich, sch�n!
Puleke hat nischt nich jejen Sittlichkeit, Puleke allemal der-
jenichte, welcher. Es freut mir, da� wir heute eine Witterung
haben, en�se, da� ich mir setze tcr ,eht sich und streicht sich die Haare).
Sehr leer hier, sehr leer hier !Auf den Wollmarcht nat�rlicher-
weise, denn mein Kopp ist voll, Puleke hat Witz. Wie sind
Sie benamset, Fr�ulein vom Lande, holde Sch�ferin, wie hee�en
Sie? (Tingt.) O holde Dame, sag' an, wie ist Dein Name?
Male. Male.
Statist Puleke. Male, so so, Male! Aha, Sie sind
eine verk�rzte Amalia, ein letzter Seufzer von Carl Mooren.
Und Sie, starkwangiges Kind der Natur?
Rieke. Ick hee�e Rieke
Statist Puleke. Also Rieke, nu seh". Na, Rieke is
ooch 'ne scheene Iegendl Seind Sie, Verehrungsw�rdigste,
seind Sie schonst �fter bei Residenzkens gewesen, hielten sich
dero Individudelditaten schon eun Mal inBerlin auf?
Rieke. Ne, wir sind noch nie nich hier gewest.
Statist Puleke. Also zwei Landj�nkerinnen zum ersten
Male in der Residenz von Kotzebue?
� Apriko, sagen Sie
mir mal, Myleddy's, wie haben Sie jeftern dero Sonntag
verlebt, waren Sie vielleicht in der Oper? Kon? Von, aber
schade. Es wurde jrade Herr Wilhelm Teil, der Neffschandeller,
jejeben. Schade, Sie h�tten mir drinn sehen k�nnen; ick mache
im ersten Akt die fehlenden hohen T�ne von de Primadonna,
im zweeten mach' ick die ufgehende Sonne un vergolde die Spitzen
uf de Eisberge, un in'n dritten Akt mach' ick den Flitzbogen
un treffe den Vorschdorfer.
        
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