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Dritter Band Begräbnißtag in einer armen Familie

Full text: Dritter Band

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Zeit sei, an die Vowle zu denken. Gedanke und That waren
aber von je an bei ihm so schnell hintereinanderfolgend wie
Blitz und Donner, darum nahm er sogleich seinen Hut und
ging durch die Hinteren Zimmer zur K�che hinaus, wobei Hen-
riette Kurisch die G�te hatte, ihm zu leuchten. Da�, als sie
auf den Hausflur hinaustraten, wo die alte Muhme imSarge
gelegen hatte, wahrscheinlich der Wind daS Licht l�schte, Herr
Gr�nspan den Hut verlor und lange mit Henrietten suchen
mu�te, bevor er ihn wiederfand, ist etwas ganz Unbedeutendes
und Gew�hnliches, und durchaus nicht der Aufzeichnung w�rdig.
Der lebensfrohe Materialift hatte die Erlaubni� von seinem
Principale erhalten, den heutigen Abend im Gesch�fte fehlen
zu d�rfm. Sie wurde ihm freilich mit einem m�rrischen Ge-
sichte gegeben, allein das kann nur kleinere Geister geniren,
gr��ere wie Gr�nspan nicht. Er sprang nach stillem Zimmer
hinauf, und suchte die verschiedenen Ingredienzien zum Punsch
aus h�chst auffallenden, oder vielmehr gar nicht auffallenden
Verstecken hervor. Die beiden Flaschen Rum zum Beispiel
waren in ein Paar alte Stiefel hineingedr�ngt, und diese lagen
tief im Winkel seines Kleiderschrankes unter alten B�chern und
alter Wasche. Die vier Pfund Zucker dagegen nahmen eine
viel h�here Stellung ein; sie befanden sich in der Brust Frie-
drich'S des Gro�en, wenigstens in der H�hlung der GypSb�fte
desselben, welche auf dem Ofen in Gr�nspan'S kleinem Zim-
mer stand.
Es geh�rt wenig Scharfsinn dazu, die Ursache aufzufinden,
warum der geniale Mann Rum und Zucker so vorsichtig ver-
steckt hatte, wir geben sie aber dennoch an, weil wir wohl
        
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