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Dritter Band Begräbnißtag in einer armen Familie

Full text: Dritter Band

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meine Herrschaften, und bleiben Sie hier; wir werden uns
schon amusiren." �Herr Knake hatte sich n�mlich hierbei nicht
versprochen, sondern er sagte immer amufiren statt am�firen.
Die Ursache dieser originellen Aussprache ist nicht anzugeben,
Herr Knake hat sich wenigstens nie darauf eingelassen.
Die Trauerfreunde nahmen die herzliche Einladung mit
Freuden an und versprachen sich einen recht fr�hlichen Abend,
und zwar Alle aus verschiedenen Gr�nden. Der B�rger und
Webermeister Herr Stiebeke trank n�mlich ungemein gern spi-
ritu�se Fl�ssigkeiten, und er kannte seinen Freund Knake zu
lange, als da� er bef�rchten d�rste, Derselbe werde es an solchen
Fl�ssigkeiten fehlen lassen. Der B�rger und Victualicnh�ndler
Herr Kurisch, welcher selbst ein nicht ganz unbedeutendes Ge-
sch�ft mit allen Sorten doppelter und einfacher Branntweine
machte, hatte sich an den Genu� derselben gew�hnt, gab aber
sehr ungern Geld aus, was man auch an seinen ziemlich aus
der Mode gekommenen Inerpressibeln und hohen Wasserstiefeln
und seinem rhabarberfarbenen Leibrocke mit �u�erst breiten
Sch��en bemerken konnte. Nun hatte er schnell, wie es spar-
same Leute dieser Art k�nnen, berechnet, da� er seinen gew�hn-
lichen Abend-Branntwein heute umsonst genie�en k�nne, janoch
directen Nutzen davon haben muffe, da der Schuhmachermeifter
Herr Knake seinen s�mmtlichen deShalbigen Bedarf aus dem
Keller des Herrn Kurisch entnahm.
Was Herrn B�rger und Drechslermeifter Hamplich betrifft,
so trank dieser auch recht gern sein Gl�schen, und liebte �ber-
haupt die Geselligkeit in hohem Grade. Schon jetzt war der
kleine Mann sehr munter und freundlich) er h�pfte bald zu
        
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