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Dritter Band Begräbnißtag in einer armen Familie

Full text: Dritter Band

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Emmeline r�mpfte h�hnisch die Nase. �InDir?" fragte
sie und schlug ein lautes Gel�chter auf. �DeS is wirklich
pudeln�rr'sch, de� Du Aliens auf Dir bezogen Haft, was er auf
mir jemeint hat! Ich wollte Dir eben vertrauen, da� er in
mir jefchossen ist."
�InDir?" wiederholte Henriette und schlug gleichfalls ein
lautes Gel�chter auf. �Du jammerst mir, Kleene, de� Du Dich
solchen Spuk in'n Kopp setzt. Des ist am�sant!" rief sie,
nachdem sie ausgelacht hatte. �Mir zischelt er beim Einsteigen :
Henriette, Sie sind ein Engel! in die Ohren, und Die bild't
sich ein, er ist in ihr verliebt!"
�Dir h�tte er Etwas jezischelt!" rief Emmeline und ihre
dicken, rothen Wangen wogten vor Lachen hin und her. �Ne,
Liebste, des machfte keenen Schornstenfejer wei�! Er hat man
een Mal jezischelt, und des war, wie er zu mir sagte: Ich liebe
Sie, mein Fraulein!"
Wir m�ssen hier bemerken, da� diese Schwestern neben
allen ihren nat�rlichen und geistigen �hnlichkeiten auch noch
diejenige besa�en, da� sie sich nicht leiden konnten, und sich tag-
t�glich zankten. Aus diesem Grunde geschah es nun wohl auch,
da� Keine aus den Gedanken gcrieth, der Handlungsdiener Herr
Gr�nspan liebe sie entweder Beide, oder er sei ein Windbeutel,
welches Letztere ebenfalls einige Wahrscheinlichkeit f�r sich hatte.
Jede der Schwestern mit den hervorquellenden Augen glaubte
vielmehr, die Andere habe Gr�nspan's Zischelei aus Neid erfun-
den, und sie fei die Erw�hlte des Materialisten.
Der Streit entspann sich sonach immer mehr und mehr, ent-
wickelte sich bis zur h�chsten Swfe der Verbal -Injurien und
        
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