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Dritter Band Begräbnißtag in einer armen Familie

Full text: Dritter Band

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zu geit hinten an die R�cke fa�te und sie von den Kutschen-
senstern zur�ckzog, aus welchen sie sich legen wollten. Um so
lebhafter war die Unterhaltung im dritten Wagen, denn Herr
Gr�nspan sprach in Einem fort und zeigte ein sehr deutliches
Bestreben, seine beiden Mitpassagiere durch Witz zu erheitern.
Da� ihm dies wenig oder gar nicht gelang, konnte er selbst
nicht merken, einmal, weil er zu sehr sein Bestreben im Auge
hatte, zweitens, weil die Herren Stiebeke und Kurisch seine
Reden fortw�hrend mit Lachen begleiteten, welches zu dem ern-
sten und feierlichen Zwecke ihrer langsamen Fahrt einen h�bschen
Contraft bildete.
WaS im vierten Wagen geschah, mu� etwas umst�ndlicher
mitgetheilt werden. Damen unter sich sind n�mlich viel offen-
herziger, als wenn sie in Gesellschaft von Mannern sind. (Wir
m�ssen hier der Wahrheit gem�� bekennen, da� diese )lphoriSme
nicht unser Eigenthum, sondern vielmehr das eines gro�en
Alterthumsforschers ist, der sie in einer geistreichen Stunde ent-
deckt hat.) Ein eben so scharfer Beobachter, w�re er der Be-
gleiter der Demoisellen Henriette und Emmeline Kurisch gewesen,
hatte sogleich bemerkt, da� Beiden etwas auf dem Herzen lag,
von welchem sie sich je eher je lieber befreit h�tten.
�Ichmochte Dich etwas vertrauen,
"
sagte Henriette zu ihrer
Schwester.
�Dieses k�nnte ich auch," antwortete Diese.
Hierauf stritten sich Beide eine lange Zeit, wessen Geheim-
ni� zuerst mitgetheilt werden sollte.
�Na jut, " fing endlich Henriette an, ,so will ich Dich mein's
vertrauen. �Der Herr Ir�nspan ist in mir verliebt."
        
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