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Dritter Band Herrn Buffey's Wallfahr nach dem heiligen Rocke in Trier

Full text: Dritter Band

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so sto�en lassen zu m�ssen, deS iS f�r eine Dame von Stande
wie ich nich zum Aushalten. Freilich, wenn wir noch in'S Mit-
telalter w�ren, da h�tte sich ein Ritter vor mir aufgeopfert,
aber heutzutage (die Rase r�mpfend) die M�nner! Selbst schl�fert
ihnen, wenn se f�r einer Dame besorgt sein sollten.
Herr Vuffey. Ih�ren Se mal, Madam Panschen, ick
will Ihnen jar nich abstreiten, de� Sie nich mehr in's Mittel-
alter leben, obschon wir vielleicht noch mal wieder dahin kom-
men, aber alleene worum mir als Mensch und preu�scher V�rjer
nich schlafern soll, des begreif' ich nich; darin find' ick' durch-
aus nischt Unh�fliches. Et is m�glich, de� en Ritter von's
Mittelalter, der den janzen Dag un de halbe Nacht �ber soff
un raubte, 'ne beff're Constitution hatte, wie se allerweile in
Deutschland eristiren, aber wenn so'n Raubritter wie ick von
de Eisenbahn un von Thurn und Tarissen so zusammenjerum-
pelt w�re, de� ihm so w�re, als w�re jedes Ilied bloS an's
andre mit en bisken Oblate aneinanderjeklebt un k�nnte jeden
Oogenblick abfallen, denn w�rde er nich blos seine Minne,
sondern ooch seine Hyacinthe un jedes andre Frauenzimmer ver-
jessen. Aber darum, Madame Panschen, k�nnen Se sich doch
druf verlassen, det ick wee�, wat ick des sch�ne Ieschlecht schul-
dig bin, un da� ich meine Oogen nich eher schlie�en werde,
als bis Ihnen, wie soll ick sagen, um es anst�ndig auszu-
dr�cken? � als bis Ihnen der Iott der Tr�me umjau-
kelt, hee�t des!
Commis Peschke. Ich bin dem andern Ieschlecht weit
mehr schuldig als dem sch�nen, aber ich werde deshalb doch
nicht eher ruhen, als bis die holde Panschen schl�ft.
        
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