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Dritter Band Herrn Buffey's Wallfahr nach dem heiligen Rocke in Trier

Full text: Dritter Band

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kann, da� er fabelhaft alt iS. An Wolle erinnert er sich
kaum mehr, der Sammt usn Kragen un uf de Umschlage is
nach Manchester jereist un hat da h�llisch Haare lassen m�ssen;
die Brust des Rockes hat in dem Maa�e abjenommen, als de
Taschen an Ausdehnung jewonnen haben; aber die Sympathie
mit mir und der Welt hat er sich bewahrt, denn abgesehen
davon, da� es ihm an Kn�ppen fehlt: auch er hat vom Schicksal
sein Fett weggekriegt, un seine moderne Zerrissenheit kann durch
keine alte Lappalien verbessert werden. �
Commis Peschke. Des is en unheilijer Rock.
Polizei sch reiber Preiste. M�glich, aber hinter diesem
Rock steckt wenigstens kein Jesuit.
Brauer Pansch, Davon, von Jesuiten, h�rt un sieht
man jetzt so viel. Was versteht man denn eejentlich unter
Jesuiten?
Lebrecht Knubberbacke. Jesuiten is, wenn Eener en
niedertr�chtig Hallunke is, un en frommes Iestcht dazu schneidet.
Herr Vuffey (mit weisem s�chcw). Bitte, Herr Knubberbacke,
Sie irren sich. Sie sprechen da von was Allgemeines: Jesuiten
sind aber blos katholisch.
Lebrecht Knubberbacke. Bitte, Herr Rentier Vuffey,
Sie irren sich, trotz Ihrer Zinsen. Die katholischen Jesuiten
haben des voraus, de� se sich so nennen, wie die Apotheker,
wenn se wat jejen Flicjen und M�use jeben, en Iistzeichen druf
machen, damit de Menschen nich davon jenie�en. Unsere pro-
testantischen Jesuiten sind aber viel schlimmer, denn die thun
so, als ob sie ihren Hunger un Durst un alle ihre Leiden-
schaften mit Bibelspr�chen stillen, un die dennoch die Welt in
        
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