Path:
Dritter Band Die Berliner Gewerbe-Ausstellung

Full text: Dritter Band

133
zu! Crhftall-Felsen, blaue, gelbe, und hundert sch�ne, n�tz-
liche, offenbarte Naturgeheimnisse aus der Fabrik Oranienburg�.
Dort, im verfallenen Schlosse, sitzt Faust-Runge, das lang-
haarige Genie, und gibt der Wissenschaft einen Zaubenrank, da�
sie sich verj�ngt, die Falten der starren Dogmatik verwischt und
frisch und munter in's Leben springt. (Geht weiter.) Parf�me-
rien von Treu und Nuglisch, den ber�hmten Begr�ndern
des deutschen Wohlgeruchs. Solche reizende Dinge darf man
selbst den F�rsten unter die Nase halten ; sie nehmen's nicht �bel.
GrafX. Ich begreife Sie nicht, lieber Heiter, wie Sie
sich zwischen solchen Dingen aufhalten k�nnen. Zwirn, Baum-
wolle, Str�mpfe! Ich habe ein Emmi zwischen den vor-
trefflichen Waaren, wie wenn ich auf meine G�ter komme und
die Bauernt�lpel und watschelnden Dirnen en parui-e mir ihre
Huldigungen darbringen.
Ernst Heiter. Nur mit dem Unterschiede, Herr Graf,
da� diese T�lpel hier von Ihnen Huldigung fordern. Und
find denn nicht, zum Beispiel, Str�mpfe ein sehr liebensw�r-
diger Artikel? Man mu� sie sich freilich nicht dutzendweise
wagerecht, sondern paarweise senkrecht denken.
Graf X. (l�chcmd). Gut.
Ernst Heiter. Nichts in der Welt ist langweilig, wenn's
der Beschauer nicht ist. Darum w�re auch ein Werk �ber diese
Gewerbe-Ausstellung bedeutender als selbst die wissenschaftlichen:
ein Werk, das die Menschen bei allen Gegenst�nden denken
lehrte. Graf, wie viel s��e Novellen, wie viel inhaltsvolle
Romane werden allein diest Waaren sehen, welche D�ntz, der
Matador unsrer Strumpfwirkerei, hier ausgelegt hat! Dieses
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.