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Dritter Band Die Berliner Gewerbe-Ausstellung

Full text: Dritter Band

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Piefke. I,Rath des HoftS, sehen Sie DeS wirtlich ein?
Ja, es is schon sehr, sehr sp�te! Wissen Sie �brijens: was
viel besser is?
Hofrath Q. WaS viel besser is? DeS is en komisches
R�thsel! Ne!
Piefke. ES iS viel besser, de� en Iensd'arm Minister
wird, als de� en Minister Iensd'arm wird. Hier, Wohljeboren,
Chokolade, Zuckerjeb�ck, Liqueure, Oele und inl�ndi-
scher Champagner: Alles einzig der freien Veurtheilung der
polytechnischen Commission �berlassen, da wir nicht mitessen und
mittrinken d�rfen. Hoftath, da f�llt mir was ein .' Ein Priester
hatte einmal berechnet und trug's auf der Kanzel vor: Gott
lie�e so viel Wein wachsen, da� t�glich auf jeden Menschen eine
halbe Flasche k�me. �Herr mi'n Gott!" rief ein Vamr aus,
seine Hand ballend, �wann ick den Hallunken kennte, der mir
alle Dage meinen Schoppen utsoopt!"
�
Was meinen Sie,
Hofr�theken? Zuckt nicht eine schmerzliche Wahrheit in diesem
Witz, und ist die Anecdote nicht recht zeitgem��?
Hofrath Q. (lachet). Der Spa� ist sehr jut.
Piefke. Ach, Spa�! Spa�! Glauben Sie mir, lieber
Philister, meine Spa�e find aus einer sehr ernsten Familie.
Der Vater hei�t Schmerz und die Mutter Herz. Allerdings
macht mein Spa� zuweilen auch Spa�e, denn wenn die Fische
anbei�en sollen, mu� man Regenw�rmer �ber dem Angelhaken
haben.
Hofrath Q. Ich angle nich mehr, weil ich nie Il�ck
hatte.
Piefke. Versuchen Se's mal mit Vrathechte. Nanu man
        
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