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Dritter Band Die Berliner Gewerbe-Ausstellung

Full text: Dritter Band

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Hofrath Q. Sehen Sie mal diese gro�e Pfefferkuchen!
Piefke. Hildebrandt, der G�the unter den Berliner
Pfefferk�chlern, bringt hier erhabene Werke, die von der stau-
nenden Mitwelt verschlungen werden. N�rnberg hat manchen
Hans Sacbs, Vraunschweig und Wolstnb�ttel manchen Lessing,
G�the-Hildcbrandt �bertrifft sie Alle, wenn er auch in den Jahr-
markts
-
Gedichten nicht so hoch wie Wagen er und Kasimir
dasteht, denen die deutsche Literatur dm Reim: Kasimir, Klo-
sterstra�e No. 104., verdankt. Ach, k�nnt' ich wie die Allge-
meine Preu�ische Zeitung �ber diesen K�nstler in Pfeffer und
Kuchen schreiben! Diese sagte vor Kurzem in ihrem Bericht
�ber die Gewerbe-Ausstellung also: �Roggen� und Weizen-Mehl,
zu gew�hnlichen Vackwaaren verarbeitet, mu�ten sich nothwendig
einer �ffentlichen Darlegung entziehen, um so mehr, als sie in
ihrer h�heren Entwickelung als Pfefferkuchen da sind."
Das ist Styl, das ist Schwung! Wir haben doch nun eine
h�here Entwickelung in der Staatszeitung anerkannt, wenn auch
vorl�ufig nur im Bereiche der Pfefferkuchen. Mit der Zeit
schreitet Alles vorw�rts, auch dieser so witzig redigirte Kinder-
freund , der die ganze politische Poesie unsrer Tage mit zween
Federz�gen t�dtet, indem er �u�ert: �die Kritik kann Nichts
dagegen sagen; das mu� man der Polizei �berlassen." O
Visam, Bisam, Herr Gevatter! Es f�ngt an f�rchterlich zu stinken!
Hofrath Q. (zlcht dic Naie). Ich bemerke Nichts.
Piefke. Ne, Sie bemerken allerdings Nichts; deshalb
mu� ich ja so viel bemerken. Nun weiter!
Ho frath Q. (sieht nach der Uhr). Ja, wir m�ssen wahrhaftig
vorw�rts!
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