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Dritter Band Die Berliner Gewerbe-Ausstellung

Full text: Dritter Band

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deutenden Arbeiter-Unruhen kommen: man hat �berall f�r ge-
n�gende Milit�rmacht gesorgt.
Piefke (sieht nach der ukr). Oho! Wohlgeboren, es is die
h�chste Zeit. Wir m�ssen Alles im Fluge beschauen, wenn
der Tyrann Magen nich Erecution verf�gen soll. Da sind die
pr�chtigen Meublen von Hiltl, besonders das Sopha im Ge-
schmacke Friedrichs des Gro�en. Das kunstvolle, schwere Sei-
dengewebe ist von den Gebr�dern Rimpler. Auf solchem
Sopha hat der alte Fritze von der geistigen Gr��e Preu�ens
getr�umt, wie es in aller Aufklarung und Freiheit voranschrei-
ten werde. Wenn ich solchen Porzellan-Ofen, wie diese hier
von Feilner oder wie der unten von Gormann in meinem
Zimmer h�tte, so k�nnte mir der Winter lieber als der Som-
mer werden. Gehen wir weiter! Tuche, mit denen das
sch�ne und stei�ige Rheinland triumphirt, Tuche und Tuche, so
viel, um die ganze nackte Armuth damit zu bekleiden. Kein
Artikel ist hier so stark eingelaufen als Tuck. Weiter!
Vlumenthal's Spielzeug, frei nach dem N�rnbergischen be-
arbeitet, f�r kleine Kinder, also keine bunte B�nder. Th�-
ringische, Vairische und Tyroler allerliebste Holzschnitzereien!
Das h�lzerne Abendmahl ist ein Kunstwerk. Merkw�rdig,
da� sich alle Christen immer daran erinnern sollen, wie der
g�ttliche Sohn der Wahrheit an die Gewalt verrathen wurde.
Hier, Hofr�theken, sind Brillen, durch welche Sie, �bei Er-
lassung mi�liebiger Verf�gungen", Nichts sehen d�rfen; K�mme,
durchaus nich �cht deutsche, indem sie bei der Benutzung Haare
uf de Z�hne kriegen; Peitschen, die man noch zu den Rosse-
b�ndijern aus Ru�land vor unser Scklo� jebrauchen kann;
Berliner Volksleben. III Bd. i)
        
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