Path:
Dritter Band Die Berliner Gewerbe-Ausstellung

Full text: Dritter Band

125
Obrist v. E. Das sagt sich nicht, das f�hlt sich nur,
meine Gnadigste! Lieder sind sehr verschiedenen Inhaltes: es
gibt Geburtstags-Gedichte und Marseillaisen. Hiltlstellt B�sten
und Figuren auf) er bringt Eichen- und Lorbeerkr�nze an; er
kann die bunten Stoffe so verschlingen, da� die Farben der
Liebe, der Unschuld, der Falschheit und der Trauer mehr spre-
chen als gew�hnlich.
Gr�fin v. E. Warum sagten Sie vorher, da� die Fest-
und Zweck-Essen dummer Weise verspottet w�rden?
Obrist v. E. Weil das Talent und der Geist dort mehr
gilt als alles Andere; weil sich einige Deutsche verbinden, Reden
gehalten, Lieder gesungen werden, die Enthusiasmus f�r Frei-
heitsk�mpfer und Freiheit verbreiten. Es ist immer eine kleine
Association, und Association hei�t das Geheimni� unfter Er-
l�sung. Man verh�hne die l�cherlichen Stereotyp -Toaste und
die Reden ohne Saft und Kraft, ohne Geist und ohne Gef�hl
f�r V�lkerwohl und Gr��e. Aber man spotte nicht, da� wir
dabei essen und trinken. Das ist ein spottschlechter, nichts-
bedcutender Spa�! Sollen wir dabei hungern und dursten?
Dann erst w�rde man mit Recht gegen solche Vereine los-
ziehen.
Grasin v. (3. (ne'.'t den Obrist mit einiger Verwunderung an; na�'
einer Pau,c. lcisc). Soupiren Sie morgen bei mir! Aber kommen
Sie nicht in Uniform.
Obrist v. E. Gro�e Gesellschaft?
Gr�fin v. C. Nein, wir sind allein.
Baronin v. D. (sich umschauend). Mein Gott, Obrist, was
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.