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Dritter Band Die Berliner Gewerbe-Ausstellung

Full text: Dritter Band

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Posamentierarbeiten! Besonders Ordensb�nder. Das Band
der Liebe fehlt. Hofrathtken, wissen Sie, wer meinen Wcrth
anerkennen kann? Das Volk, die allgemeine Stimme. Wohl-
geboren, Sie wissen doch, da� die Schl�chter ihre Hammel zeich-
nen? (Geht weiter.) Da, schauen Sie hin! Deutliche Proben,
wie r�hmenswerth das Streben der Berliner Sch�nf�rber ist,
die aus ihrem Kessel die sch�nsten Dinge Heren.
�
Blumen,
pr�chtig nachgemachte, von Lohde in Berlin. Es ist ein rei-
zender Schmuck f�r unsere M�dchen und junge Frauen, f�r die-
sen immerw�hrenden Fr�hling der M�nner.
Hofrath Q. Aber die alten Damen tragen auch noch
Blumen.
Piefke. Hofr�theken, wie kann man so unartig sein! Es
gibt keine alte Damen, es gibt nur �ltere Damen. Die soll-
ten nun freilich lieber Federn tragen, dort von Louis und
Volsius' Erben; denn nach der Vlumenzeit kommt die Feder-
zeit, die des Nestmachens, der m�tterlichen Sorgfalt, und Blu-
men leben, Federn erinnern.
Hofrath Q. Federn kleiden aber auch junge Damen
sch�n.
Piefke. Gewi�, und das hat auch seinen Sinn. Sehen
Sie, Wohljeboren, diese Kunstst�cke, diese Gem�lde aus Federn,
Fischschuppen, Haaren, Perlen, Golddr�htchen! Die weibliche
Geduld ist s��, aber sie sollte nicht an so unn�tzen Dingen
verschwendet werden, sondern nur den M�nnern zukommen. Hier,
von Haaren gearbeitet, ein Portrait des Geigers Ernst. Spa�!
Eine Lithographie f�r sechs Groschen th�te dieselben Dienste,
und die Verehrung f�r solche Virtuosen w�re doch nicht bei
        
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