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Dritter Band Die Berliner Gewerbe-Ausstellung

Full text: Dritter Band

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um vor �hnlichen Fabrikaten abzuschrecken. Oehme, Hahn,
auch W. A. Meyer brachten manches Gute. Durch gr��te
Solidit�t und Gediegenheit zeichnen sich G. Gabain, Vou-
douin, Heese, Gebr. Rimpler und Meubrink aus. Ihre
geschmackvollen und in jeder Hinsicht vortrefflichen Waaren ge-
reichen der deutschen Industrie zum Stolz.
Ernst Heiter (zum GiafcnX). Die Herren Heese, Vol-
zani uud Rannnlow geben uns hier einen Begriff, wie die
Seidenraupe spinnt. G�the vergleicht sie so sch�n mit dem
Dichter, der sich nach und nach in seinen Liedern und Gedanken
einspinnt und begr�bt. Die Cocons sind die Gr�ber) die wei�e
Psyche schwingt sich aus ihnen hervor. F�hlen Sie nicht die
Poesie dieser Gegensatze, Herr Graf? Hier die unbeh�lstiche
Raupe, dort die sch�nen, bunten Gespinnste, welche wir ihrem
Flei�e und der kunstvollen Th�tigkeit der Menschen verdanken!
Wer von uns erinnert sich, wenn wir zwischen sammetnen Ta-
peten, auf seidenen Meublen, unter rauschenden, seidenen Klei-
dern in Woll�sten schwelgen, an den armen Wurm auf seinem
Maulbeerblatte? Wer an all die ungl�cklichen Existenzen, die
ab ovo ad malum nur die Opfer unserer Freuden sind? Es
gibt keine undankbarere Bestie als den sogenannten gebildeten
Menschen! Um das kleinste Weh jammert er; aber die Freude
hascht er als sein Recht; und doch wei� er, da� jede Freude
auf tausend Thr�nen zu ihm schwimmt.
Graf X. Das Gro�e beherrscht das Kleine. Wollen Sie
auch noch, da� wir der Sch�pfung unsere Natur zur�ckgeben
uud uns eine nach unseren Idew ausbitten? Bei�t Sie Ihr
Gewissen, wenn Sie m's Fleisch der Thiere bei�en?
        
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