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Dritter Band Die Berliner Gewerbe-Ausstellung

Full text: Dritter Band

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Andern mannlich: man ehre das gegebene Wort, man Haffe
Schmeichelei und Heuchelei, liebe die Wahrheit und verfolge
nie die Freim�thigen , suche Gott durch sch�ne Thaten, nicht
durch sch�ne Worte und ewiges Beten �hnlich zu werden, und
k�mpfe ohne Unterla� und ohne Zagen f�r das h�chste Gut
der Menschen, f�r die Freiheit!
Obrist v.E. Ich will mich dieser Worte erinnern, so oft
ich Champagner trinke.
Grafin v. C. Thun Sie 's auch bei Roth- und Rhein
wein.
Baronin v.D. (zumObrisn. Sie sorgt immer f�r die Armen.
Ich mu� auch schon Steuern zahlen.
Obrist v. E. Steuern?
Grafin v. C. Ja, daS h�ngt so zusammen, da mich
meine liebe D. nun doch einmal zur Unbescheidenheit zwingt.
Ich gebe n�mlich von allen meinen Freuden zehn Prozent an
die Armen. So oft ich mir ein Kleid, irgend eine Putzsache,
ein Buch, ein Bild,Blumen, Obst, Schmuck oder was immer
kaufe, denke ich: das Alles w�re sicher um zehn Prozent theurer,
wenn nicht so viel Millionen Menschen darben m��ten. Und
diese zehn Prozent geb' ich an die Armen und nenne das
Steuern. Meine liebe Baronin und auch mehrere meiner
Freundinnen haben mir, bei Verlust meiner Freundschaft, schon
folgen m�ssen. Jeder, welche sich in unfern Steuer-Verein auf-
nehmen l��t, wird in einem feierlich-komischen Momente das
Ehrenwort abgenommen, nie Etwas zu schmuggeln. Die
Geheimr�thin v. S. ist seitdem viel sparsamer geworden (der
Obrift lacht)) ich
�
verschwenderischer.
        
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